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Religionspädagogisches Gesamtkonzept

«Jeder Mensch kann seinen Glauben und sein Leben in Gemeinschaft gestalten und nur selbst verantworten. Um in diese Verantwortung hineinzuwachsen, begleiten wir als Kirche Kinder und Jugendliche auf ihrem Lebensweg.»

«aufwachsen – aufbrechen»

Unter diesem Leitspruch steht das religionspädagogische Gesamtkonzept der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Die darin beschriebenen Angebote beheimaten Kinder im Glauben, begleiten Jugendliche im Leben, bestärken und entlasten die Familien. Feiern, Lernen, Teilen und Gestalten sind die vier grundlegenden Ausdrucksformen des kirchlichen Lebens. Sie stellen ein Ganzes dar. In jeder Phase der Heranwachsenden bildet eine der vier Formen einen Schwerpunkt.

«Feiern» – Phase 1 (bis 8 Jahre)

Schwerpunkt der ersten Phase ist das gottesdienstliche Feiern. Dabei werden die Kinder mit den Grundformen des Glaubens vertraut: Erzählen und Beten, Singen und Tanzen, Begegnung und Gemeinschaft. Sie werden im gemeinsamen Feiern aufmerksam auf Gott als Geheimnis des Lebens. Die Kirche unterstützt Mütter und Väter bei der Suche nach Formen, mit ihren Kindern den Glauben zu leben.

In Höngg ist diese Phase in den Froggy (bis 4 Jahre) und den Kiki (4 Jahre bis 3 Klasse) aufgeteilt.

«Lernen» – Phase 2 (8 bis 12 Jahre)

Schwerpunkt der zweiten Phase ist das Lernen. Die Kinder entdecken, was es von den christlichen, besonders von den evangelisch-reformierten Kirchen zu wissen gibt. Die Grundformen des Glaubens entfalten sich: Die Kinder lernen Bibel und Gesangbücher kennen (Erzählen und Singen). Sie setzen sich mit dem Unser Vater und den Psalmen auseinander (Beten). Sie verbringen zusammen eine Lagerwoche (Begegnung und Gemeinschaft) oder erarbeiten in einem freiwilligen Projekt ein Singspiel (Singen und Tanzen). Die Kinder werden angeleitet, für ihre Erfahrungen und Entdeckungen im Glauben eine Sprache und einen kreativen Ausdruck zu finden.

In Höngg nennen wir diese Phase teenykirche (4.–6. Klasse).

«Teilen» – Phase 3 (12 bis 16 Jahre)

Schwerpunkt der dritten Phase ist das Teilen. Der Akzent liegt auf Mitverantwortung und Mitbestimmung. Kontakte zu freiwilligen und angestellten Mitarbeitenden entwickeln sich zu Beziehungen über die Konfirmation hinaus. Unter den Grundformen des Glaubens werden Begegnung und Gemeinschaft vorrangig. Die Kirche überlässt Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gestaltungsraum und überträgt ihnen Verantwortung.

In Höngg nennen wir diese Phase step up* (1.–3. Oberstufe).

«Gestalten» – Phase 4 (16 bis 25 Jahre)

Schwerpunkt der vierten Phase ist das Gestalten. Jugendliche und junge Erwachsene brechen auf und suchen ihren Lebensraum. Sie treffen auf die Kirche am Weg. Sie bringen ihre eigene Sprache, ihre Ausdrucksformen und ihre Lebenswelten ein und erweitern sie in Projekten und Aktionen. Sie werden selber zu einer Bewegung in der Kirche und bauen Netzwerke auf. Sie gestalten die Grundformen des Glaubens kreativ weiter. Die Kirche begegnet Jugendlichen partnerschaftlich. Hauptthema ist die Identitätsfindung im Leben und im Glauben unter den Aspekten von Schöpfung, Versöhnung und Befreiung.

In Höngg finden sie die entsprechenden Angebote unter Jugendliche & junge Erwachsene.

 
Quelle: Religionspädagogisches Gesamtkonzept der Evangelisch-reformierten Landeskirche


 

Der Film «Kinder- und Jugendarbeit» gibt eine Übersicht über die aktuellen Angebote der Kirchgemeinde Höngg.