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No-Billag: «Die Initiative schwächt die Solidarität»

Montag, 12. Februar 2018

Kommentar von Pascale Huber, Geschäftsführerin der Reformierten Medien (ref.ch, Radiopredigten, Fernsehgottesdienste, Wort zum Sonntag, rna, Magazin "bref")

Das Jahr 2017 war für die Reformierten äusserst öffentlichkeitswirksam: Dank des Reformationsjubiläums setzten sich die Medien vertieft mit Kirche, Theologie und den gesellschaftlichen Umbrüchen vor 500 Jahren auseinander. Sie publizierten seitenlange Interviews mit Kirchenhistorikern, rezensierten Bücher oder berichteten in Ton und Bild über die Veranstaltungen, die anlässlich des Jubiläums organisiert wurden.

Doch so erfreulich dieses Echo auch ist: Es bleibt wohl eine Ausnahme. Fehlt der konkrete Anlass, ist das Interesse der weltlichen Medien an Religion und Kirche eher gering. Hinzu kommt die Krise der Printmedien, die sich in nächster Zeit kaum entschärfen wird. Viel wahrscheinlicher sind weitere Sparmassnahmen, unter denen die vertiefte Berichterstattung über Kultur, Ethik und Theologie leiden wird.

Vor diesem Hintergrund wäre die Annahme der No-Billag-Initiative, über die am 4. März abgestimmt wird, fatal. Sendungen wie die «Sternstunden», das «Wort zum Sonntag» oder die Radiopredigten wären passé. Denn Privatsender, die nach einer reinen Marktlogik funktionieren, werden solche Formate nicht produzieren – es rentiert für sie schlichtweg nicht.

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