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Auf dem Weg zur Konzertaufführung - ein Bericht

Zu Beginn wählt unser Kantor, Peter Aregger, die Werke aus. Das Ausmass und den Schwierigkeitsgrad der Chorpartien stimmt er dabei auf die Zeit ab, die für die Proben zur Verfügung steht. Die Proben beginnt er regelmässig mit Übungen zur Stimmbildung. Nach einigen einführenden Worten zu Werk und Komponist studiert er die Sätze abschnittweise mit uns ein. Zuerst lässt er die vier Stimmen einzeln singen, schon bald jedoch kombiniert. Er unterstützt uns mit dem Klavier, an dem er auch Orchesterstellen vorspielt. So erkennen wir den Charakter der Komposition schon mit einer gewissen Begeisterung und können überdies erstmals die Choreinsätze einüben. Haben wir alle Abschnitte eines Satzes ein erstes Mal durchgearbeitet, singen wir ihn anschliessend als Ganzes.

Präzises Üben, humorvoll aufgelockert

Im Folgenden legt unser Chorleiter stärker Gewicht auf Gestaltung und Präzision. Erst wenn wir die richtigen Noten betonen oder entlasten, beginnt das Werk zu leben. Spätestens hier spüren wir, wie Singen gut tut! Auch die Dynamik, etwa Piani oder Crescendi, übt er  mit uns ein, ebenso die Aussprache, etwa das deutliche Fr, welches die Freude erst richtig zum Strahlen bringt. Einzelne Stellen interpretiert er aufgrund der Texte. „Will ich ihm halten stille“, intonieren wir beispielsweise leise und ruhig. Schliesslich legt er Wert auf die Phrasierung, etwa dass wir Zweiergruppen gebundener Achtel voneinander abheben. Mit seinem fröhlichen Humor bringt er uns beim konsequenten Üben immer wieder zum Lachen.

In der letzten Probe im Kirchgemeindehaus korrepetiert Robert Schmid, begleitet uns also mit dem Klavierauszug der Orchesterstimmen. Wir freuen uns darüber erstmals richtig zu erkennen, wie Orchester- und Chorstimmen zusammenwirken. Zugleich realisieren wir, wie unverzichtbar jetzt richtiges Tempo und exakte Einsätze von uns verlangt sind.

Hauptproben und krönendes Konzert

Ab der ersten Probe mit dem Orchester, in der Kirche, ist der Blickkontakt mit dem Dirigenten speziell von uns gefordert, um so die erwünschte Einheit zu erzielen. Zum ersten Mal hören wir unsern Chor in dieser Komposition mit dem Orchester erklingen, was uns oft schon in dieser Phase nachhaltig beeindruckt. Ab der zweitletzten Probe wirken auch die Solistinnen und Solisten mit. Wir staunen immer wieder, wie spielerisch-kreativ sie vom Orchester begleitet werden. In der Probe unmittelbar vor dem Konzert stellen wir erleichtert fest, wie viele der zu singenden Stimmführungen nun fest in unserem Gehör verankert sind.

Die Konzertaufführung bedeutet für uns den Höhepunkt. Oft sind wir ergriffen vom Werk, wenn wir es zusammen mit den weitern Musizierenden vor den Zuhörenden erklingen lassen. Manchmal ist seine Botschaft, etwa das Lob Gottes, für uns jetzt überwältigend spürbar und wir hoffen, das Publikum lasse sich von ihr ebenso berühren. Wir freuen uns, die monatelangen Vorbereitungen zu einem gelungenen Abschluss gebracht zu haben.

Matthias Ragaz

Vielleicht regen Sie diese Zeilen zum Mitsingen an. Alle sind herzlich willkommen, besonders aber Jüngere! Gerade eingespannte Berufstätige oder Familienfrauen bzw. -männer schätzen es, im Kirchenchor einen Ausgleich zu finden. Sie können auch ausschliesslich während des Projekts, von Mai bis September, als Gastsängerinnen oder -sänger mitwirken. Auskünfte erteilt gerne Ursula Holtbecker, 077 440 46 16.

Genauere Angaben zum laufenden Projekt folgen, sobald verfügbar.